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Vier Pfade einer Schöpfungsspiritualität

Matthew Fox hat aufgrund der Schriften des mittelalterlichen Mystikers Meister Eckhart (u.a.) vier Pfade einer Schöpfungsspiritualität aufgezeichnet, die als Grundlage dienen.

  • Der erste Pfad lädt dazu ein, sich auf die Fülle und Schönheit der Schöpfung einzulassen, zu staunen und uns nähren zu lassen. Er erinnert an jene mystischen Augenblicke unseres Lebens, in denen wir trunken sind vor Freude.
  • Der zweite Pfad ist die Einladung, sich ins Dunkel zu wagen, durch sie hindurchzugehen und sich dabei verändern zu lassen. Er ist die Konfrontation mit der Begrenztheit des Lebens, mit der Existenz von Leiden und Schmerz. Er lehrt uns die Kunst des Loslassens, der Stille, des Schweigens. Hier ist auch der Ort der Trauer, des Abschiednehmens, des Sterbens.
  • Der dritte Pfad spricht vom Mut zu gebären und selbst Mensch zu werden. Er fragt nach dem eigenen mit-schöpferischen Beitrag am Gebären des Göttlichen in diese Welt und somit nach den eigenen Gaben und Aufgaben.
  • Der vierte Pfad ermutigt uns zum Leben in engagierter Gelassenheit. Er ruft auf, aus der Verbundenheit mit allem Leben sich für das Wohlergehen des grossen Ganzen, für Frieden, Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit einzusetzen. Und im Spannungsfeld von Allmachts- und Ohnmachtsphantasien das Mögliche im Hier und Jetzt zu wagen.

 


 

Unser Hintergrund

  • Wir haben beide christliche (katholische) Theologie studiert, weil uns Spiritualität als Lebensmittel im umfassenderen Sinn interessiert hat. Das Spannungsfeld von Mystik und Politik, Kampf und Kontemplation, prägt unser Leben, Denken und Handeln. Weltweite Solidarität und Fragen der Gerechtigkeit begleiten uns ebenso wie die Offenheit, persönlich einen intensiven inneren Weg zu gehen.


Schöpfungsspiritualität

Schöpfungsspiritualität orientiert sich am konkreten Leben und weiss um die Heiligkeit des Lebens. Statt Abtrennung betont sie die Fülle der Beziehungen zu mir selbst, zu anderen, zur Natur und zum Göttlichen. Ruach, die schöpferische Lebenskraft, die in allem atmet, lebt und wirkt, umschreibt mehr als das lateinische Spiritus (Geist), was Spiritualität bedeutet: die Erfahrung tiefer Lebendigkeit und Verbundenheit mit allem Leben. Das "Sich-Eingebunden-wissen" in einem grösseren Ganzen, einer letzten Wirklichkeit.

 


Feedbacks von Teilnehmenden

"Ich empfand den Rhythmus von Körperübungen, Singen, Tanz, Input, Ritual, Gespräch, Aufenthalt im Freien als sehr reichhaltig. Ich fühlte mich ganzheitlich angesprochen. Für mich war die Mischung von Gefordertsein und Freiraum gut."

 


Jeder Boden ist heiliger Boden,

denn jeder Ort 

kann Stätte der Begegnung werden,

der Begegnung mit göttlicher Gegenwart.

 

Sobald wir die Schuhe des Daran-Gewöhnt-Seins ausziehen
und zum Leben erwachen, 

erkennen wir:

Wenn nicht hier, wo sonst? 
Wann, wenn nicht jetzt?

 

Jetzt, 

hier oder nie und nirgends 
stehen wir vor der letzten Wirklichkeit.

 

David Steindl-Rast


Texte


 

Links und Hinweise

www.matthewfox.org