Die Pforten zur Welt des wilden Selbst sind rar,
aber von hohem Wert.
Wenn du eine tiefe Narbe zurückbehalten hast,
dann ist das eine Tür.
Wenn du eine ururalte Geschichte kennst,
dann ist das eine Tür.
Wenn du den Himmel und den Ozean so sehr liebst,
dass es dir das Herz auseinander sprengt,
dann ist das eine Tür.
Wenn du dich nach einem tieferen Leben,
einem vor Fülle berstenden Leben sehnst,
dann ist das eine Tür.
Clarissa Pinkola Estés

Visionssuche: Arbeitsschwerpunkt von Antoinette Brem

Sinn finden - sich selber begegnen in der Natur

Die Visionssuche ist ein altes Ritual, um sich mit dem eigenen Ursprung zu verbinden. In Zeiten von Wandel und Übergang eröffnet sie einen Raum, in den wir unsere ungeklärten Lebensfragen hineintragen: Die Suche nach dem Sinn des eigenen Daseins, nach der innersten persönlichen Eigenart und Bestimmung, nach Neuorientierung im Beruf, in Beziehungen, nach einem sinnerfüllten Alltag im Dienst an der Gemeinschaft.


Visionssuche -
Lebenshilfe aus alter Zeit

Unser menschliches Leben, von der Geburt bis zum Tod, beruht auf Wandlung. Sie führt uns von einer Lebensphase in die nächste. Übergänge beinhalten Abschied und Loslassen von Gewohntem. Wir erleben eine Krisenzeit, weil das Alte endet und das Neue noch nicht trägt.
Die Visionssuche ist ein in vielen Kulturen praktiziertes Ritual. Zu allen Zeiten bewältigten Menschen in diesem klar strukturierten rituellen Rahmen Krisen und markierten so die Übergänge von einer Lebensphase in eine andere.

Die meisten traditionellen Übergangsrituale und Initiationen fanden außerhalb des alltäglichen Lebensraums in der Wildnis statt. Die Menschen waren alleine und fasteten. In dieser Tradition steht auch die moderne Praxis der Visionssuche.
Sie macht sich die Heilkraft der Natur zu nutze als Ausdruck des Göttlichen, als Lehrerin und Lebensspenderin.

Wer sich für eine Visionssuche entscheidet, geht mit einem einzigartigen Thema fastend in die Natur, das aus der jeweiligen persönlichen Lebenssituation entstanden ist. Dabei kann es sich zum Beispiel handeln um

  • die Suche nach neuen Perspektiven in Partnerschaft, Beruf und Lebensplanung
  • die Beschäftigung mit der ganz eigenen Spiritualität
  • die Auseinandersetzung mit dem Selbstbild als Mann oder Frau
  • eine vertiefte Rückbindung an die Natur
  • den Übergang in eine neue Lebensphase
  • die Auseinandersetzung mit den Grundfragen von Leben und Tod

 

Was erwartet Sie?

Vorbereitung

In der Vorbereitungszeit gilt es Ihre persönliche Absicht und Ausrichtung zu
klären. Mit Naturaufgaben schärfen Sie den Blick nach Innen. Das Sicherheitssystem wird erläutert und verinnerlicht. Das Fasten wird besprochen und vorbereitet.

Visionssuche

Während 4 Tagen und Nächten verbringen Sie die Zeit alleine fastend in der Natur. Die Zeit erleben Sie im Spiegel der Natur, die Ihnen Geschichten über sich selbst erzählen wird. Die Leiter und Leiterinnen sind während dieser Zeit jederzeit im Basislager erreichbar. Sie sind um das physische und psychische Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besorgt.

Rückkehr

Jetzt gilt es das Erfahrene zu integrieren und ins Leben zu bringen. Sie erzählen in der
Gruppe Ihre Geschichte, die Sie von draussen mitgebracht haben. Dies geschieht in
einem klaren rituellen Rahmen. Das Ritual soll die Essenz Ihrer Erfahrung sichtbar machen und bekräftigen.

Wirkung

Das Ziel einer Visionssuche ist die Begegnung mit Ihrem eigenen innersten Wesenskern. Die daraus resultierende Neuausrichtung kann eine tiefgreifende positive Veränderung in Ihrem Leben bewirken. Die empfangene Vision wird sich nach und nach in Ihrem Leben entfalten, in dem Masse wie Sie es zulassen können. Nach Ihrer Visionssuche stehe ich Ihnen bei Bedarf während eines Jahres weiterhin für Gespräche zur Verfügung.

 

Visionssuche-Termine 2010:

Herzenswege gehen: Visionssuche für Frauen

Sinn finden, sich selber begegnen in der Natur.

Mo 9. Aug. bis SA 21. Aug. 2010
Ort: In den Schweizer Alpen

Leitung: Antoinette Brem und Brigitte Käsermann
Auskunft und Anmeldung:
Antoinette Brem, Bruchmattstr. 7, 6003 Luzern,brem@lebensgrund.ch

 

 

Weitere Visionssuche-Termine für Frauen und Männer sowie Jugendliche siehe unter
www.visionssuche-sinnfindung.ch


 

Intensivtage mit Elementen der Visionssuchearbeit

 

Reifen und wandeln zum Kern deines Wesens - 24h Solozeit

Du erlebst dich für ein paar Tage im Spiegel der Natur, die dir Geschichten über dich selbst erzählt. Eine Auszeit in der Natur kann dich unterstützen, deine eigene Kraft zu erkennen und gibt dir Hinweise für deinen persönlichen Weg. Nach gründlicher Vorbereitung wirst du einen Tag und eine Nacht alleine draussen verbringen. Durch Rituale wie das Spiegeln deiner Geschichte, Trommeln und ev. einer Schwitzhütte, soll die Essenz deiner Erfahrung sichtbar gemacht und bekräftigt werden. Diese Tage ermöglichen eine Begegnung mit deinem innersten Wesenskern.

Für Frauen, die vertraut sind mit Naturaufgaben ODER die Erfahrungen ihrer Visionssuche vertiefen möchten ODER sich mit dem Gedanken tragen, an einer 14-tägigen Visionssuche teilzunehmen.

Datum: Sa 25. bis Mi 29. Sept. 2010
Ort: Urnerberge, Vorder-Arni, CH-6474 Amsteg
Kosten: Seminar: CHF 580.- bis 800.- (Selbsteinschätzung)
Unterkunft und Verpflegung ca. CHF 220.- / € 150
(Wir verpflegen uns selbst)
Leitung: Brigitte Käsermann, Unterlangenegg, und Antoinette Brem, Luzern

Anmeldung bis 15. Sept. 2010 an:
Antoinette Brem, Bruchmattstr. 7, 6003 Luzern, 041 310 98 51 oder
079 771 23 50, brem@lebensgrund.ch
Bei Anmeldung bis 31. Juli 2010: Reduktion auf die Kurskosten um 10%

 

 

Heilwerden im Herzen - Mit Schuld und Vergebung heilsame Wege gehen

Wir möchten in diesem 4 ½ -tägigen Naturseminar mit den eigenen Fragen von Schuld, mit der Sehnsucht nach Vergebung und verzeihen können unterwegs sein und Wege zur Heilung des Herzens beschreiten.
Was macht möglich zu sagen "Ich vergebe dir", oder "Bitte vergib mir"? Angesichts des Todes drängt es uns Menschen, mit unserem Leben ins Reine zu kommen. Diese heilige Arbeit können wir schon jetzt beginnen.

Datum: auf Anfrage
Ort: auf Anfrage
Kosten:
Seminar: CHF 650.-, zusätzlich Unterkunft und Verpflegung

Leitung: Barbara Lehner und Antoinette Brem, Luzern

 

 

Wachstumszeit - Wandlungszeit

Die vier Aspekte des Menschseins. Ein 4 ½ tägiges Retreat mit Qi Gong Shibashi und Naturübungen, voraussichtlich wieder über Auffahrt 2011 (Details siehe Flyer unten)

Leitung: Antoinette Brem

 

 

Wenn der Tod ins Leben ruft

5-tägiges Naturseminar zur Essenz des eigenen Lebens. Für Menschen an einer Lebensschwelle oder jene, die andere in Sterbe- und Abschiedsprozessen begleiten, voraussichtlich wieder im Sommer 2011

Leitung: Antoinette Brem und Barbara Lehner

 


Zudem kann ich angefragt werden für:

Einzelbegleitung im Spiegel der Natur:

  • Sie kommen zu einem Erstgespräch, gemeinsam setzen wir einen Anfangspunkt.
  • Sie begeben sich dann vor dem nächsten Gespräch mit Ihren Fragen und Lebensthemen in die Natur. In der Begegnung mit Bäumen, Steinen, Pflanzen, Tieren finden Sie auf ganz überraschende Weise neue Hinweise und Antworten.
  • Eingebettet in einem rituellen Rahmen werten wir gemeinsam diese Erfahrung aus und schaffen den Bezug zu Ihrem Alltag.

Gestaltung von Naturretreats / Besinnungstage in der Natur für bestehende Gruppen, Arbeitsteams, Institutionen, Pfarreiräte etc.

(von 1 Tag bis zu 5 Tagen).
Mögliche Inhalte:

  • 4 Pfade einer Schöpfungsspiritualität (aus der christlichen Mystik)
  • Natur als Spiegel der Seele (mit Naturaufgaben zu den vier Himmelsrichtungen)
  • Die eigene Fülle leben (mit Shibashi-Qi Gong und Impulsen zu den vier Lebensaltern)

Tarife:

Für Naturretreats / Besinnungstage: pro Tag Fr.1000 .- bis 1300.- plus Reisespesen (Halbtax ÖV) und Materialspesen nach Aufwand

Für Einzelbegleitung pro Stunde Fr. 120.-


Mein Hintergrund

  • Ich bin Mitglied des ÖKOSYS Instituts für Ökologische Systemische Bildung und gehöre dem deutschsprachigen Netzwerk für Visionssuche an: www.oekosys.org und www.visionssuche.net/
  • Seit meiner Kindheit ist mir die Natur eine grosse Lehrerin und eng mit meiner Spiritualität verbunden.
  • Als Theologin habe ich mich verwurzelt in christlich-mystischer Schöpfungsspiritualität (Meister Eckhart, Hildegard v. Bingen, Mechthild von Magdeburg) und Ökofeminismus (Asiatische Frauenspiritualität).
  • Mein Wunsch, Menschen in ihren Lebensfragen mithilfe der Natur zu begleiten, hat mich zu meiner jetzigen Tätigkeit geführt. Ich verstehe mich dabei als spirituelle Geburtshelferin und Seelsorgerin. Meine Arbeit ist keine Psychotherapie und ersetzt diese auch nicht.
  • Weiterbildung zur Outdoor Guide bei planoalto St. Gallen (ehemals Wildnisschule) sowie Ausbildung in Visionssuche und initiatorische Naturarbeit in der Tradition der School of Lost Borders, USA, und Council-Training bei der Ojai Foundation, USA.
    Weiterführende Links: www.planoalto.ch, www.schooloflostborders.com und www.ojaifoundation.org


Die heilige Erde

Die Welt ist ein spiritueller Ort. Die Bäume, die Steine, die Felswände, die Wälder, die Tiere, die Bäche und Blumen sind Hinweis auf den grossen Zusammenhang, in dem wir stehen. Wir sind nicht allein. Die Landschaft ist heilig. Ich habe das oft gespürt, wenn ich sie durchstreift habe. Wir brauchen ihre Heiligkeit, ihre tragende Kraft, ihre Zeitlosigkeit, auch wenn sie Jahreszeiten kennt und uns erinnert, dass alles seine Zeit hat. Wir sind aus ihr hervorgegangen, wir sind Teil von ihr, wir tragen sie in uns, ihr Schicksal ist unser Schicksal. Wir sind unzertrennlich mit ihr verbunden, auch wenn wir es oft nicht mehr merken. Ich möchte umgeben sein von Natur, und wenn das nicht möglich ist, möchte ich die Natur lebendig in mir tragen, als eine innere Landschaft, von der ich zehren kann.

Ulrich Schaffer